Die zunehmende Knappheit an Fach- und Führungskräften schlägt sich auch im Interim Management nieder. Die Nachfrage nach Interim Managern insbesondere in den Bereichen Logistik, Supply Chain Management, Qualitätssicherung und Produktion war zum Jahreswechsel derart hoch, daß manche Anfragen von den Interim Management Providern nur mit erheblicher Kraftanstrengung bedient werden konnten oder der Startzeitpunkt verschoben werden mußte. Einige Interim Manager arbeiten seit einiger Zeit an der Kapazitätsgrenze und berichten von  100 % Auslastung. 

Dieselbe Situation beobachten wir nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und in der Schweiz. Obwohl die Vermittlung von Interim Managern aus Deutschland in die Schweiz streng reglementiert wird hat die Anzahl der Anfragen von Schweizer Unternehmen nach deutschen Interim Managern deutlich zugenommen – die im hiesigen Inlandsmarkt jetzt zusätzlich fehlen.

Der Monat Dezember – die Hochsaison für Interim Management Provider! 

Dezember ist für Interim Management Provider Hochsaison. In dieser Zeit kommen alle Motive für Vakanzüberbrückungen hoch: Vakanzen konnten zu Beginn des neuen Jahres doch nicht besetzt werden, weil ein Bewerber kurzfristig abgesagt hat; der Aufsichtsrat gab in seiner letzten Sitzung Projekte frei, für die kurzfristig Interim Manager als Projektleiter eingesetzt werden sollen; Interim CEOs und Interim CFOs mussten bei Auslandsgesellschaften eingesetzt werden, weil lokale Führungskräfte vor Ort die kurzen Kündigungszeiten ihres Landes für einen Jobwechsel genutzt haben, etc. 

Normalerweise entspannt sich die Situation gegen Ende des ersten Quartals wieder, weil dann die Laufzeiten vieler Interim Management Mandate endet. In 2019 sieht es jedoch – aus heutiger Sicht – nicht danach aus.

Automotive, Maschinenbau und Chemie – nach wie vor die größten Abnehmerbranchen für Interim Manager

Unverändert sind Automotive, der Maschinenbau und die Chemische Industrie die größten Abnehmerbranchen für Interim Manager. Die Einsätze der Interim Manager sind in diesen Schwerpunkt-Branchen deutlich länger geworden, weil Interim-Mandate mehrfach verlängert oder im selben Unternehmen bei Tochtergesellschaften im Ausland sogar ganz neu aufgesetzt werden. Die Unternehmen haben erkannt, daß eingearbeitete Interim Manager eine wertvolle Ressource sind, die man halten sollte. Es gibt zunehmend mehr Interim Manager, die jahrelang im gleichen Unternehmen als Springer eingesetzt werden und von Standort zu Standort rotieren.

Die Knappheit an Interim Managern führt dazu, daß deutlich mehr Anstrengungen unternommen werden müssen, um verfügbare Kandidaten aufzuspüren und für eine Anfrage zu gewinnen. In der Regel verfolgen die gerade verfügbaren Kandidaten mehrere Angebote gleichzeitig und haben die Qual der Wahl. Manchmal entscheiden bereits Stunden über Zusage oder Absage. In dieser Situation haben auch die Unternehmen erkannt, daß sie ihr Antwortverhalten im Wettbewerb um Interim Manager beschleunigen müssen.

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Dr. Reinhard Schützdeller

SI Interim Management GmbH

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